Rückschau auf das Sommersemester 2019

it ein Stück weit das Klima an unseren beiden Ingolstädter  

 

 

Persönliche Freiheit und neue Erfahrungen – nicht nur vor 50 Jahren bei Woodstock und der Mondlandung hatten Menschen die Sehnsucht, Grenzenlosigkeit zu erfahren. In der Hochschulgemeinde wollen wir über die Grenzen der Studienfächer und das Alltags hinaus nach dem suchen, was unser Leben trägt und erfüllt und damit ein kleines Stück weit das Klima an unseren beiden Ingolstädter Hochschulen mitprägen.

Gottesdienst

 

 

Spiritualität und Gemeinschaft bieten unsere wöchentlichen Gottesdienste am Mittwoch. Jeder Gottesdienst hat seine eigene Prägung: Dreimal feierten wir die Hl. Messe, einmal davon in englischer Sprache, um besonders internationale Studierende anzusprechen. Eine evangelische Abendmahlsfeier war von Taizé-Liedern geprägt. Die Wortgottesdienste sprachen mit ihren Themen aktuelles, menschliches und religiöse Fragen an: Mit „Mensch wo bist du?“ nahmen wir das Thema des Hungertuches auf; der Semesteranfangsgottesdienst in der Osterwoche sprach von Befreiung; „an die Arbeit“ schickte uns ein Gebet am 1. Mai; „sei mutig und du selbst“ forderte uns ein Gottesdienst auf; ein Gottesdienst fragte, was „normal“ ist, einer nach unserer Tüchtigkeit; das Taizégebet bot eine ruhige Atmosphäre; ein Gottesdienst durch das Münster verband Gebet und Geschichte; beim Prüfungssegen wünschten wir uns, dass Gott das Chaos ordnet; der Semesterschlussgottesdienst schließlich verglich das Semesterende mit dem ersten Flug zum Mond.

An den beiden Hochschulen konnten wir je einmal im Monat mittags mit der „Atempause“ eine meditative Unterbrechung auch für die Mitarbeitenden anbieten. Das Projekt des SonntagAbendGottesdienstes, das wir gemeinsam mit Jugendstelle und Stadtkirche durchführten, brachte einmal im Monat einen bunt gemischten Kreis in unserer Kapelle zu einem Gruppengottesdienst zusammen. 

 

Bildung

 

Die traditionelle Stadtführungen auf Englisch und Deutsch zu Semesteranfang geben neuen Studierenden einen ersten Überblick über ihren neuen Wohnort und bringen sie mit der KHG in Berührung.

Die Mitarbeit aller unserer Ehrenamtlichen erforderte der Kirchenslam in der Moritzkirche. Mit Unterstützung vieler anderer kirchlicher Einrichtungen konnten wir 9 Slam-Profis gewinnen, die such Gedanken zum selbstironischen Thema „Reine Leere“ machten und sie inszenierten. Der Zuspruch unter Studierenden und Ingolstädtern übertraf mit etwa 350 Zuschauern unsere Erwartung deutlich. Es wurde ein lustiger, emotionsgeladener aber auch nachdenklicher Abend, bei dem Maron Fuchs die meiste Gunst des Publikums und damit den Siegespreis gewinnen konnte.

Bei einem Kamingespräch mit Kanzler Kleinert von der Katholischen Universität entwickelte sich ein reger Austausch über Hochschulthemen. Auch die neue Hauptabteilungsleiterin Prof. Staudigl durften wir bei einem Kamingespräch kennen lernen. „Auf ein Glas“ kam die Unternehmerin und Stadträtin Veronika Peters in unser Haus und gab uns Einblick in ihr Familienunternehmen, ihre Werte und ihre Ziele in der Kommunalpolitik. Drei Auslandssemesterberichte nahmen uns mit nach Italien, Frankreich und Namibia.

 

 

Gemeinschaft

 

Die Agape nach dem Gottesdienst am Mittwoch formt eine kleine Gemeinde, die sich in Lebens- und Studiumsfragen unterstützt und deren Teilnehmer in die Hochschulen hineinwirken. Auch wer nur einmal zum Gottesdienst oder Essen kommt, wird sofort herzlich aufgenommen und kann Kirche als tragende Gemeinschaft über alle Grenzen hinaus erleben. Da sich fast jeder einmal für die Zubereitung des Essens zuständig erklärt, wird jedes Mahl zu einer kulinarischen Besonderheit: mexikanisch oder schwäbisch, vom Grill oder Pizza aus dem Holzbackofen. Im Sommer ermöglicht der Garten ein gemütliches Verweilen an den Bierbänken oder Musik am Lagerfeuer. Neben den offiziellen Veranstaltungen nutzen Studierende den Garten und das Haus auch für Lerngruppen oder zum ungezwungenen Beisammensein.

 

 

Zur Antanzfete der KHG Eichstätt fährt jedes Semester ein Kleinbus mit Studierenden aus Ingolstadt, um eine Verbindung zwischen den Hochschulgemeinden an den beiden Standorten der KU zu pflegen. Zum Hüttenwochenende laden wir auch ehemalige Studierende ein. Im Bayerischen Wald fanden sich viele Touren, die für alle gehbar waren und ein Haus, das ideale Voraussetzungen für Begegnung, Spiel und Gespräch bot. Sportlich gab sich eine Mannschaft der KHG bei der Summerchallenge und vertat die Hochschulgemeinde mit einer würdigen Leistung.

 

Seit Mai konnte der neu gegründete Chor der THI und WFI seine Proben in unserem Haus aufnehmen. Nico Schneidereit lädt als Chorleiter alle Mitglieder beider Hochschulen zum gemeinsamen Singen ein.

 

Soziales, Rat und Hilfe

 

In der Hochschulgemeinde stehen für Sorgen, Lebenshilfe und Glaubensgespräche drei Seelsorger zur Verfügung. Viele Gespräche ergeben sich am Rande der Veranstaltungen, manche benötigen mehr Zeit oder werden durch eine Anfrage erbeten. Viel Hilfe bieten sich Studierende auch gegenseitig in Gesprächen über Probleme, in Unterstützung beim Studium oder in der Hilfe in praktischen Lebensfragen.  

Zum Thema „Wohnen für Hilfe“ trafen sich in der KHG VertreterInnen von Hochschulen, Wohlfahrtsverbänden, Stadtverwaltung und Studierenden, um die Möglichkeit eines solchen Angebotes in Ingolstadt auszuloten.

 

 

Oswald Meyer, Hochschulseelsorger



Rückschau auf das Wintersemester 2018/19

Ein Studium verspricht grenzenlose Weite: Lernmöglichkeiten, Freizeitangebote, Kontaktmöglichkeiten, Entwicklungschancen, internationale Vernetzung und Zukunftsperspektiven scheinen unendlich. Ein unüber-schaubares Angebot: Motivierend, befreiend und manchmal auch verwirrend.

 

Das Motto des Studienjahrs 2018/19 spornt uns an, unsere Grenzen wahrzunehmen und Momente zu suchen, in denen wir Weite und Freiheit erfahren. Auch die gesellschaftskritische, politische, ökologische und ökonomische Dimension des Themas sollten nicht zu kurz kommen.

 

 

Gottesdienste und Spiritualität

Der Gottesdienst am Mittwoch ist unser zentrales Angebot, die Grenzen des Studiums hinter sich zu lassen, Spiritualität und Gemeinschaft zu erleben. Bei der Gestaltung der Gottesdienste setzten wir auf Vielfalt: Beim Semesteranfangsgottesdienst prägten Grenzmarkierungen die Kapelle; der Weltcafé-Gottesdienst brachte politische Grenzen zur Sprache; beim Lightway-Gottesdienst trugen wir Lichter in die Dunkelheit; mit aktueller Musik suchten wir die Grenzen der Welt; Ruhe spendete ein meditativer Gottesdienst; die Weihnachtsgeschichte kritisch und aktuell betrachteten wir im Advent; der Menügottesdienst verband Kulinarisches und Geistliches; ein Gottesdienst stimmte ins neue Jahr ein; Mut machte der Prüfungssegen, mit Jahresringen gingen wir auf das Semesterende zu, an dem wir unser Semesterthema noch einmal aufnahmen. 

Dreimal feierten wir Eucharistie: als Taizé-Gottesdienst, in englischer Sprache und als Rorate. Vor der Akademischen Feier der THI und der Entlassfeier der WFI verabschiedeten wir die Absolventen mit einem Gottesdienst.

 

Die Atempause hat sich an beiden Hochschulen etabliert: An der THI wird das meditative Mittagsangebot wöchentlich von Prof. Robert Wittmann getragen, an der WFI können wir einmal im Monat Mitarbeitende zu einer Besinnung einladen.

Neu ist der monatliche SonntagAbendGottesDienst, den wir mit der Jugendstelle und der Cityseelsorge in unserer Kapelle feiern: Zu dieser besonders gestalteten Hl. Messe laden wir über die Grenzen der Hochschulen hinaus ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bildung

 

Erste Orientierung in Ingolstadt und eine erste Kontaktmöglichkeit zur Hochschulgemeinde ermöglicht die Stadtführung „Life and history“, die jeweils in deutscher und englischer Sprache gehalten wird. Politisch wurde es bei einem Dämmerschoppen am Landtags-Wahlabend, bei dem wir die Wahlergebnisse diskutierten. „Auf ein Glas…“ luden wir Cordula Klenk von der Malteser-Flüchtlingshilfe ein, die in ungezwungener Atmosphäre mit uns über Migration ins Gespräch kam. Zwei Tanzkurse mit Benedikt Köger bereiteten uns auf die Abschlussbälle der Hochschulen vor, indem Standart- und Lateinschritte aufgefrischt wurden. Beim Kamingespräch durften wir mit Christian Müller, dem Kanzler der THI, über Hochschulpolitik diskutieren. Die Frage nach grenzenloser Gerechtigkeit warf der Jesuit und Sozialethiker Jörg Alt bei seinem Vortrag „Wir verschenken Milliarden“ auf. Um über dieses Thema über die üblichen KHG-Besucher hinaus in ein Gespräch zu kommen, vernetzen wir den Vortrag mit der KEB und „Mensch in Bewegung“ und veranstalteten ihn in einem Vorlesungsraum der THI. 

 

Geselligkeit

 

Die Agape nach jedem Mittwochsgottesdienst stellt einen idealen Ort für neue Bekanntschaften und zwanglosen Austausch dar. Kulinarische Highlights boten je ein mexikanisches und russisches Menü, die Rahmflecken aus dem Holzbackofen sowie ein Menü, das Universitätspräsidentin Prof. Gien und ihre Referentin Dr. Franc für uns zubereiteten. Den Keller konnten wir gleich zu Beginn des Semesters für zwei Kneipenabende mit Studienanfängern nutzen. Auch der Spieleabend gehört fest zu unserem Programm im ersten Semestermonat. Kontakt zur KHG Eichstätt halten wir durch den Besuch der Semesteranfangsfete und des Neujahrsempfangs. Vor Weihnachten bot der Abend „Back und Pack“ adventliche Stimmung durch Plätzchenbacken und Geschenkebasteln. 

 

Soziales, Rat und Hilfe

Mit der Nikolausaktion am 5. und 6. Dezember konnte ein Rekordergebnis von 1830 € für die Flüchtlingshelfer von TunStarthilfe erzielt werden. Mit viel Spaß und Engagement zauberten Studierende als Nikolaus und Engelchen ein Leuchten in Kinderaugen.

Für Rat und Unterstützung bei Problemen stehen in der Hochschulgemeinde drei Seelsorger zur Verfügung. Viele Sorgen werden am Rande der Veranstaltung angesprochen, viel praktische und ideelle Hilfe bieten sich die Studierenden gegenseitig.

 

 

 

 

Oswald Meyer, Hochschulseelsorger



Rückschau auf das Sommersemester 2018

 

 

Das Sommersemester ist von vielen Feiertagen unterbrochen, so dass unser Jahresmotto „Unterbrechung“ schon in der Semesterplanung spürbar war. Für viele war es der Endspurt auf einen Studienabschluss oder ein Auslandssemester hin, in dem die Unterbrechungen der Hochschulgemeinde eine willkommene Abwechslung boten.

Gottesdienste und Spiritualität

 

Am besten erlebt man die KHG Ingolstadt am Mittwoch Abend: In den Gottesdiensten spiegeln sich die Erfahrungen des Studiums wieder. Viermal feierten wir die Hl. Messe, einmal davon in englischer Sprache und einmal als Requiem. Jeder Gottesdienst hatte seine eigene Prägung und sprach eine eigene Stimmung an: Taizé-Gebete und Pfingstvigil prägten die Form, Himmelfahrt und die Frage nach unserer Tüchtigkeit den Inhalt eines Gottesdienstes. Mitglieder des Collegium Orientale sangen für und mit uns eine Vesper, zur WM dachten wir über Fußball und Glauben nach. Auch der Prüfungssegen drehte sich um den Sport. Eingerahmt wurde das Semester von Anfangs- und Schlussgottesdienst, die sich beide mit Unterbrechungen beschäftigten. Auch ein Gottesdienst zur Bilderaktion nahm das Jahresthema auf. Bei der Fronleichnamsprozession konnten wir mit einer kleinen Gruppe mitgehen, die mit anschließendem Weißwurstessen belohnt wurde.

 

Das Mittwochsangebot wird durch die Atempause an den beiden Hochschulen ergänzt: Jeden Dienstag gestaltet Diakon Prof. Robert Wittman und P. Stefan Weig eine Besinnung am Mittag in der THI, einmal im Monat bot Oswald Meyer am Montag eine Besinnung im Obstgarten der WFI an.

 

Geselligkeit

 

Nach den Gottesdiensten bleibt am Mittwoch Zeit für Gespräch und Gemeinschaft. Das gekochte Abendessen lädt ein, länger zu  bleiben, vor allem wenn kulinarische Besonderheiten wie ein indisches Menü, chilenische Spezialitäten, amerikanische Burger oder Pizza aus dem Holzbackofen auf dem Speiseplan stehen.

Zu einem der beiden angebotenen Spieleabende konnten wir Spieletester Bernhard Löhlein gewinnen, der uns schnell in unbekannte Brettspiele einführte. Zur Bilderaktion wurden über 25 Bilder eingereicht, von denen sieben ausgewählt wurden, die uns in der Kapelle das Semester über begleitet haben.

Ein ansehnliches Team vertrat die Hochschulgemeinde bei der Summerchallenge und hatte bei Sport und Gesprächen viel Spaß und Erfolg. Die Fußball-WM war auch in der KHG ein gesellschaftliches Ereignis. Zu „Spiel und Grill“ trafen sich bei den wichtigen Spielen (das waren aus deutscher Sicht leider nicht viele) Studierende in der KHG, zitterten und schimpften mit.

Im Sommersemester boten zudem Grillabende am Sonntag Abend die Gelegenheit, das Wochenende mit Freunden ausklingen zu lassen und positiv in die neue Woche zu starten.

Auch der Keller war an einigen Donnerstagen eine gute Möglichkeit zu Geselligkeit, Spiel und Austausch.

 

 

Bildung

 

Stadtführungen in Englisch und Deutsch bilden zu Semesterbeginn eine erste Orientierung in Ingolstadt und eine wichtige Kontaktmöglichkeit zur KHG. Bei der Bier- und Weinprobe konnten Studierende den Unterschied zwischen Marken und Sorten erkosten. Durch die professionelle Begleitung bei der Weinprobe erfuhren wir zudem viel über die Entstehung des Weines.

Zum Kamingespräch konnten wir Präsidentin Prof. Gien und Dr. Franc begrüßen. In einem angenehmen Gespräch lernten wir persönliche Seiten der Präsidentin kennen und tauschten uns über das Leben an der Uni aus.

„Auf ein Glas mit…“ bot zweimal die Gesprächsmöglichkeit mit interessanten Menschen: Thomas Kirchmayer diskutierte mit uns Projektideen für Nachhaltigkeit, Reinhard Büchl jun. stellte sich Fragen zu Abfall und Entsorgung.

An einem Gemeindeabend stellte Dr. Florian Wild den Verein „Elisa“ für Familiennachsorge vor, für den die Nikolausaktion im Wintersemester gespendet hatte.

Da im letzten Semester viele im Auslandssemester waren, konnten wir bei den Auslandssemesterberichten aus dem Vollen schöpfen und gleich zwei Abende füllen: Chile, USA und Polen standen im Angebot.

Zum Theaterstück „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ reiste ein ganzer (Klein-) Bus aus Ingolstadt nach Eichstätt, um P. Stefan und Ben auf der Bühne zu bewundern.

 

Für Mitarbeitende und Promovierende an beiden Hochschulen boten wir ein Seminar zur „Gesprächsführung in Krisen“ mit Sabine Brix an. Da die wenigen TeilnehmerInnen begeistert waren, werden wir dieses Format auch im nächsten Semester fortsetzen.

 

Soziales, Rat und Hilfe

 

In der Hochschulgemeinde stehen für Sorgen, Lebenshilfe und Glaubensgespräche drei Seelsorger zur Verfügung. Viele Gespräche ergeben sich am Rande der Veranstaltungen, manche benötigen mehr Zeit oder werden durch eine Anfrage erbeten.

 

Viel Hilfe bieten sich Studierende auch gegenseitig in Gesprächen über Probleme, in Unterstützung beim Studium oder in der Hilfe in praktischen Lebensfragen.  

Trauer um P. Johannes Haas

 

Alle in der Hochschulgemeinde hat es sehr erschüttert, als unser ehemaliger Hochschulpfarrer P. Johannes Haas am 27. Juni gestorben ist. Mit einem großen Herzen ging Johannes auf junge Menschen zu, bot seine Begleitung in schweren und frohen Zeiten des Lebens an. Mit österreichischem Charme und einer liebenswerten Leichtigkeit fand er immer die richtigen Worte und behielt den Blick für große Zusammenhänge. Er erinnerte uns daran, dass wir durch Gottes Liebe zum Blühen berufen sind, jede(r) in seiner Farbe, in seinem Beruf, in seinen Beziehungen, in seinen Fähigkeiten, in seinem Alltag. Wie sein Vorbild Papst Johannes XXIII setzte er sich für die ständige Erneuerung der Kirche ein und nutzte die Chancen der Ökumene. Er träumte von der Kirche als buntem Garten, in dem jeder seinen Raum zum Wachsen findet – und so lebte er auch Hochschulgemeinde. In diese Aufgabe legte er sein Herz hinein. Gott möge ihn in seinen himmlischen Garten pflanzen, in dem er weiter blühen kann.

 

 

 

Oswald Meyer, Hochschulseelsorger



Rückblick auf das Wintersemester 2017/18

Unser Motto und Plakat für das Studienjahr 2017/18
Unser Motto und Plakat für das Studienjahr 2017/18

Unterbrechungen stören einen reibungslosen Ablauf. Besser, wenn alles wie am Schnürchen läuft.

Unterbrechungen lassen durch-schnaufen, ermöglichen neue Sichtweisen und einen kritischen Blick auf die Routine.

„Unterbrechung“ haben wir über das Studienjahr 2017/18 an der KHG als Motto gestellt: Gemeinschaft, Entspannung, Entschleunigung und neue Ideen für den Alltag will die Hochschulgemeinde den Studierenden und Mitarbeitern der beiden Ingolstädter Hochschulen ermöglichen.

 

Mit einer Unterbrechung begann auch unser Studienjahr: Durch den Weggang oder das Auslandssemester vieler Studierender starteten wir als recht kleine Gruppe. Doch im Laufe des Semesters entdeckten uns viele neue Freunde und die Teilnehmerzahl wuchs beständig. Gewachsen ist auch die Vernetzung in die beiden Hochschulen hinein, die in persönlichen Kontakten und gemeinsamen Veranstaltungen ihren Ausdruck findet.

 

Begrüßung der Neuen am Semesteranfang
Begrüßung der Neuen am Semesteranfang

Gottesdienste und Spiritualität

 

Als wohltuende Unterbrechung mitten in der Woche ist unser Gemeindeabend am Mittwoch mit Gottesdienst und Agape die zentrale Veranstaltung. Jeder Gottesdienst hat seinen eigenen Charakter: der Semesteranfangsgottesdienst mit vielen Unterbrechungen, das Taizé-Gebet mit stillem Gesang, der Metallica-Gottesdienst mit kräftigen Tönen, der Lighwtway-Gottesdienst mit Weg und Lichtern, der Meditations-Gottesdienst mit Körpererfahrung, der Menü-Gottesdienst mit einer Verbindung von Genuss und Gebet, der Prüfungssegen mit Aufmunterung und Zusage.

Im November freuten wir uns über eine Hl. Messe mit dem Stiftungsratsvorsitzenden Weihbischof Anton Losinger, der danach zu einem sehr persönlichen Gespräch beim Kaminabend blieb.

 

Weihbischof Losinger beim Besuch in der KHG
Weihbischof Losinger beim Besuch in der KHG

Fünfmal im Semester feierten wir Eucharistie, einmal davon als Englische Messe, wozu besonders auch internationale Studierende eingeladen waren. Eine Messe, welche die Überwindung des frühen Aufstehens belohnte, war der Rorate-Gottesdienst vor Weihnachten.

 

Ein neues Angebot stellte die Atempause an der THI dar, die von Prof. Robert Wittmann entscheidend mitgetragen wurde. 15 Minuten mit Stille und Impuls in der Mittagszeit im Raum der Stille der THI schaffen eine Unterbrechung des Arbeits- und Studientages.

Festliche Stimmung beim Menügottesdienst
Festliche Stimmung beim Menügottesdienst

Vor der Akademischen Feier der THI und der Entlassfeier der WFI verabschiedeten wir die Absolventen mit einem Gottesdienst. Die liebevoll gestalteten Dekanatsjugendgottesdienste des BDKJ konnten wir in diesem Semester endlich in unser Programm einbinden – bis sie dann leider eingestellt wurden. Einmal im Monat konnte man den Sonntag mit Gottesdienst, Essen und Fernsehkrimi abrunden.

 

 

 

Gespräche und Essen an einem Gemeindeabend
Gespräche und Essen an einem Gemeindeabend

Bildung

 

Die Stadtführung „Life and history“, die jeweils in deutscher und englischer Sprache gehalten wird,  bietet den Studienanfängern eine erste Orientierung in Ingolstadt und einen ersten Kontakt zur Hochschulgemeinde.

 

Neu ist das Format „Auf ein Glas mit…“: Ein kurzes Statement führt zu einem unkomplizierten Gespräch mit interessanten Menschen aus dem kulturellen Leben Ingolstadts. Dass diese Veranstaltung bei einem Glas in unserem Keller stattfindet, betont die unkomplizierte Atmosphäre. Gäste waren Prof. Jean-Pol Martin mit der Frage nach dem Glück, Alexander Exner und Walter Glasl vom Gehörlosenverein und Sabine Mayinger, mit der wir über Trauer und Bestattung ins Gespräch kamen. Durch die Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung öffneten wir unser Haus für die Stadt.

 

Erlebnis-Gastronomie: Rahmflecken aus dem Holzbackofen
Erlebnis-Gastronomie: Rahmflecken aus dem Holzbackofen

Zum Themenabend „Scheitern als Chance“ konnten wir vier Referenten aus den beiden Hochschulen gewinnen, die für verschiedene Arten des Scheiterns im Studium neue Sichtweisen anboten.

 

Erstmals nahmen wir mit einem Konzert der Gruppe

Anima-Celli ein Angebot an klassischer Musik ins Programm auf.

Feuerzangenbowle an einem Gemeindeabend
Feuerzangenbowle an einem Gemeindeabend

Geselligkeit

 

Nicht nur an den Gemeindeabend, an jede unserer Veranstaltungen schließt sich - organisiert oder spontan - ein geselliger Teil an, ob im Keller oder in den Gemeinderäumen. Kontakte werden geknüpft, Probleme beraten und manche Sichtweise diskutiert und hinterfragt. 

Der Spieleabend am Semesteranfang eröffnet einen unkomplizierten Zugang in die Gemeinschaft der KHG. Warm wurde uns bei einer Feuerzangenbowle im Dezember. Zum Neujahrsempfang nach Eichstätt fuhren wir mit einer ansehnlichen Delegation, um auch mit der Schwestergemeinde in einen Austausch zu kommen. Für größere Ausflüge fanden sich leider nicht ausreichend Teilnehmer zusammen.

 

Gutes Tun und Spaß haben: die Nikolaus-Aktion
Gutes Tun und Spaß haben: die Nikolaus-Aktion

Soziales, Rat und Hilfe

 

Für Rat und Unterstützung bei Problemen stehen in der Hochschulgemeinde drei Seelsorger zur Verfügung. Viele Sorgen werden am Rande der Veranstaltung angesprochen, viel praktische und ideelle Hilfe bieten sich die Studierenden gegenseitig.

Die Nikolausaktion am 5. und 6. Dezember verbindet Studierende, macht viel Spaß und begründet eine Spende für eine wohltätige Einrichtung: Studierende besuchen als Nikolaus und Engelchen Kinder und ihre Familien. Für den Familiennachsorgeverein Elisa wurden so 1700€ gesammelt.

 

 



Rückblick auf das Sommersemester 2017

Von Abschied und Neubeginn war das Sommersemester 2017 in der KHG Ingolstadt geprägt: Beim Semesteranfangsgottesdienst verabschiedeten wir P. Johannes Haas und begrüßten P. Stefan Weig als neuen Hochschulpfarrer. Zum Ende des Semesters verließen ungewöhnlich viele Aktive Ingolstadt für ein Auslandssemester oder weil ihr Studium abgeschlossen war.

 

Gottesdienste und Spiritualität

 

Zentraler Termin an jedem Mittwoch im Semester ist der Gottesdienst in der KHG-Kapelle. Jeder Gottesdienst hat seine besondere Form und nimmt das ins Gebet hinein, was den Studienalltag und das Leben der Studierenden prägt.

Wegen des großen Abstands zwischen Semesterbeginn an THI und Universität starteten wir schon vor dem Semesteranfangsgottesdienst mit unseren regelmäßigen Gebeten: Um unsere Wünsche für das Semester ging es, das Hungertuch wurde betrachtet und der Kreuzweg der Jugend gebetet. Auch die Osternacht wurde von manchen Studierenden gemeinsam im Münster gefeiert.

Besonders feierlich war der Semesteranfangsgottesdienst, mit dem P. Johannes die KHG verließ und P. Stefan von Dr. Peter Nothaft in seine Aufgabe eingeführt wurde mit dem Wunsch, das Blühen und Wachsen zu fördern.

Ein Taizé-Gottesdienst, eine Stationengottesdienst durch Maria-de-victoria, der Prüfungssegen und Gottesdienste zu den Themen Liebe, Wahrheit, „Ich sehe dich“ und   „Immerschlimmerismus“ waren geprägt von ruhiger, nachdenklicher oder mutmachender Stimmung. 

Dreimal feierten wir im Sommersemester Eucharistie, ein besonderer Höhepunkt war die Firmung einer Studentin, die an einem Mittwoch die ganze Gemeinde mitfeierte.

Auch zur Verabschiedung der Absolventen der THI boten wir in der Franziskanerkirche einen Gottesdienst an. 

Bei der Fronleichnamsprozession waren wir mit einer kleinen Abordnung vertreten. Einmal trafen wir uns zu einem Auwaldseegottesdienst und anschließendem Grillen.

Eine Hl. Messe in englischer Sprache boten wir dreimal in Zusammenarbeit mit dem Dekanat an, was aber nur auf wenig Resonanz stieß.

Der Semesterschlussgottesdienst stellte gemäß dem Jahresthema „More to life“ das in den Mittelpunkt, was wir im letzten Jahr an „Mehr“ erlebt haben.

 

Bildung

 

Für die Erstsemester, die in Ingolstadt ankommen, bietet die Stadtführung „Life and history“ eine erste Orientierung und einen ersten Kontakt zur Hochschulgemeinde. Für internationale Studierende findet diese Stadtführung zusätzlich in englischer Sprache statt.

Um P. Stefan besser kennen zu lernen, stellte er sich in einem Kamingespräch Fragen zu seiner Person. Zwei Glaubensgespräche, die nicht nur der Firmvorbereitung dienten, brachten das Gottesbild und das Wirken des Hl. Geistes zur Sprache. Ein Filmabend brachte auf unterhaltsame Weise das Thema Toleranz ins Gespräch.

In Vorträgen an den Gemeindeabenden berichteten Studierende über ein Mikrokreditprojekt in Ghana sowie über Erlebnisse in Irland und Finnland. Auch über den Umgang mit trauernden Kindern wurden wir von Frau Jürgens von der Kindertrauergruppe informiert.

Wegen der großen Resonanz im letzten Jahr wurde auch dieses Sommersemester eine Bierprobe angeboten, bei der man den deutlichen Unterschied auch zwischen sehr ähnlichen Bieren gut erschmecken konnte. 

 

Geselligkeit

 

Jeden Mittwoch Abend bietet die KHG einen Treffpunkt, an dem man unkompliziert Mitstudierende kennen lernen und gute Gespräche führen kann. Dies wird vor allem durch das gemeinsame Essen, das von Studierenden bereitet wird, unterstützt. Auch außerhalb der geplanten Zeiten nutzen immer wieder Studierende die Räume für Gespräche, Lerngruppen, gemeinsame Mahlzeiten oder Filmabende.

Der Spieleabend schafft eine ungezwungene Atmosphäre für Entspannung und Begegnung. Nach den Gottesdiensten waren ein Abend mit Pizza aus dem Holzbackofen und ein kleines Johannesfeuer mit Gitarre ein Grund mehr, länger als geplant zu bleiben.

Zu einem Weißwurstfrühstück nach der Fronleichnamsprozession luden wir auch die Studentenverbindung Aureo Danubia ein. Für die internationalen Studierende kochten finnische Studenten an einem Abend ein landestypisches Abendessen unter der Thema „Meet and eat“.

Tradition hat das Wanderwochenende, das besonders auch von ehemaligen KHGlern geschätzt wird. Seit zwei Jahren tritt zudem eine Mannschaft der Hochschulgemeinde beim Summer-Challenge an und hat dieses Jahr sogar einen Pokal gewonnen.

 Für die Öffentlichkeitsarbeit der KHG wurde im Lauf des Semesters ein neues Logo entwickelt und Aufnahmen für einen Image-Trailer erstellt. Beim Start des Wintersemesters sollen diese viele neue Studierende ansprechen.

Das neue Logo  wirkt zunächst wie ein Gemeinschaftssymbol in dem sich bei genauerer Betrachtung ein Kreuz andeutet. Der Kreis zentriert sich um eine Mitte, die durch vier Wege nach außen geöffnet ist.

 

 

Soziales, Rat und Hilfe

 

Bei den Veranstaltungen und Gemeindeabenden sind Sorgen und Probleme von Studierenden immer wieder Thema: in Gesprächen am Tisch oder zu zweit. Für helfende und beratende Gespräche stehen die drei Seelsorger zur Verfügung und bieten Termine nach Vereinbarung an. Manche Sorgen werden aber auch untern den Studierenden selbst besprochen, die sich Rat und Aufmunterung geben.

 



Rückblick auf das Wintersemester 2016/17

 

„More to life“ haben wir in der Hochschulgemeinde über das Studienjahr 2016/17 geschrieben. Mehr als Leistung und fachliches Wissen sollen Studierende erfahren, wenn Sie die Veranstaltungen der KHG besuchen. Mehr für´s Leben sollen sie aus den Abenden mitnehmen und dabei Gott begegnen, der mehr ist, als wir uns vorstellen können.

 

Wenn Mauern und denkerische Einbahnstraßen als Lösung für politische und gesellschaftliche Herausforderungen angeboten werden, wollen wir Möglichkeiten suchen, solche zu überwinden, neue Perspektiven zu finden, umzudenken. 

Gottesdienste und Spiritualität

 

Jeder Gottesdienst in der Hochschulgemeinde hat seinen eigenen Charakter, möchte durch einen besonderen Inhalt oder eine besondere Form Denk- und Glaubenswege eröffnen: Während nicht nur beim Semesteranfangsgottesdienst mitreißende Musik aus den Lautsprechern klang, waren Meditationsgottesdienst und Taizé-Gebet von Stille geprägt. Mit Laternen führte uns ein Weggottesdienst ins Dunkle, während bei vorweihnachtlichen Gottesdienst mit dem Titel „O du fröhliche“ bunte Lichter blinkten. An vier Gemeindeabenden feierten wir Eucharistie, einmal besuchte uns dabei die Studentenverbindung „Aureo Danubia“. 

Bei der Roratemesse am Morgen des letzten Studientages des Jahres und bei der Frühschicht in der Adventszeit war der frühmorgendliche Beginn eher ein Anreiz als ein Hindernisgrund. Der Menügottesdienst vor Weihnachten verbindet Essen und Gebet zu einer besonderen Erfahrung. Einen Bogen vom vergangenen Semester über die Gegenwart zu einer Zukunftsaussicht spannte schließlich der Schlussgottesdienst.Vor der Akademischen Feier der THI und der Entlassfeier der WFI verabschiedeten wir die Absolventen mit einem Gottesdienst. Ein Segnungsgottesdienst vor den Prüfungen gehört schon zum festen Programm.

Zweimal im Semester feierten wir die Hl. Messe in  englischer Sprache. Einmal umrahmten wir diesen Gottesdienst mit einem internationalen Abend, an dem Studierende aus China ihr Land kulinarisch und in Bildern vorstellten.

 

 

Bildung

 

Für die Erstsemester, die in Ingolstadt ankommen, bietet die Stadtführung „Life and history“ eine erste Orientierung und einen ersten Kontakt zur Hochschulgemeinde. Für internationale Studierende findet diese Stadtführung zusätzlich in englischer Sprache statt.

Statt des Auslandssemesterberichts versuchten wir dieses Semester, möglichst viele Studierende mit ihren Lieblingsorten zu Wort kommen zu lassen: „100 places to be“ entführte auf Insel und Städte, die man gesehen haben muss. Konkret an einen besonderen Ort ging es bei der Städtefahrt nach Prag: Ein ehemaliger Prager Gaststudent führte die Besucher zu seinen Lieblingsorten in der goldenen Stadt.

Wer in Rheinhessen geboren ist und in Südtirol studiert hat, kennt die besten Tropfen: Davon durften wir uns bei einer Weinprobe überzeugen, bei der uns eine Studentin die feinen Unterschiede bei Weinen erschmecken ließ.

Geselligkeit

 

Jeden Mittwoch Abend wird der Gottesdienst in der KHG mit Essen und geselliger Gemeinschaft fortgesetzt. Wechselnde Kochteams sorgten für eine abwechslungsreiche Versorgung, so dass man gerne noch zu informellen Gesprächen über Glauben, Gesellschaft oder Alltägliches blieb. Beim Menügottesdienst packten besonders viele Helfer mit an, um fünf leckere Gänge servieren zu können. Stimmungsvoll war es auch, im verschneiten Garten Rahmflecken im Holzbackofen zu backen. Für einen geselligen Abend sorgte die Feuerzangenbowle, die zum Wintersemester einfach dazugehört. Eine gute Möglichkeit zur Begegnung war der Spieleabend mit neuen und klassischen Brettspielen.

 

Bei mehreren Planungstreffen schon in den letzten Semestern zeichnete sich immer mehr eine zuverlässige Möglichkeit für die zunehmende Beteiligung und Mitarbeit der Studierenden an der Planung und Durchführung des Semesterprogramms ab. Mit Regeln für die Nutzung des Hauses und der Beschreibung von Organisationsabläufen wird ehrenamtliches Engagement in Zukunft erleichtert.

Soziales, Rat und Hilfe

 

Mit viel Spaß und Engagement besuchten bis zu drei Nikolausteams am 5. und 6. Dezember Familien mit Kindern. Die dabei gespendeten 1600€ kamen der Kindertrauerhilfe des Hospizvereins zu Gute. Beim Eine-Welt-Verkauf im Advent war vor allem Schokolade begehrt.

Für helfende Gespräche stehen in der Hochschulgemeinde drei Seelsorger zur Verfügung. Viele beratenden Gespräche finden hier nicht geplant, sondern am Rande von Veranstaltungen statt. Bei vielen Problemen sind sich die Studierenden gegenseitig Stütze und Hilfe.

 

 

 

Zum Semesterwechsel heißt es für uns Abschied nehmen von P. Johannes Haas, der mit seinem österreichischen Charme, seiner tiefen Spiritualität und seiner offenen Weltsicht die KHG Ingolstadt und Eichstätt nachhaltig geprägt hat. Sechs Jahre lang durften wir von seiner Erfahrung in der Hochschulseelsorge profitieren, ihn als Seelsorger, Impulsgeber, Organisator, Begleiter und Freund erleben. Herzlichen Dank, vergelt´s Gott!

 

Oswald Meyer, Hochschulseelsorger

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

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